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Arthrose und Arthroskopie

Vorwort

Nicht nur junge Patienten werden in unserer Praxisklinik operiert. Mehr als 30% der Patienten sind älter als 55 Jahre. Ein wesentlicher Teil der degenerativen (verschleissbedingten) Gelenkerkrankungen kann mit der Arthroskopie erfolgreich behandelt werden.
Dies belegt eine Untersuchung, die in unserer Praxisklinik durchgeführt wurde.

Altersstruktur 1992 bis 2002

November 1993 - Dezember 2002:

Altersstruktur 1993 - 2002

 

Januar 2002 - Dezember 2002:

Altersstruktur 1.2002 - 12.2002

 

Probleme

* Altersentwicklung
* Zunahme degenerativer Gelenkschäden
* Ergebnisqualitätssicherung

Ziele der Studie

Untersuchung des Langzeiteffektes der Kniegelenksarthroskopie beim alten Menschen.

Zielkriterien:

* Schmerzen
* Kniefunktion
* Aktivität

 

Einleitung

Unsere Bevölkerung wird immer älter. Statistischen Angaben zufolge werden in 50 Jahren ca. 36 % der Bevölkerung 60 Jahre und älter sein. Degenerative Gelenkerkrankungen gehören zu den häufigsten Krankheiten im höheren Alter.
In Deutschland leiden gegenwärtig etwa 5 Millionen Menschen an arthrosebedingten Gelenkbeschwerden. Aufgund der demographischen Entwicklung wird sich diese Zahl in naher Zukunft drastisch erhöhen.

 

Fragestellung

Die Arthroskopie ist eine etablierte Operation zur Therapie von Meniskusschäden und findet auch Anwendung bei der Behandlung der Arthrose. Bei der arthroskopischen Operation der Arthrose erfolgt eine Lavage und ein Debridement mit Entfernung lysosomaler Enzyme, des Knorpeldebris und freier Gelenkkkörper, sowie das Glätten instabliler Knorpelareale und die Resektion hypertropher Synovialisanteile.
In der Studie, die die Knieschmerzen, Kniefunktion und Lebensaktivität des alten Menschen vor und nach der Arthroskopie erfasst wird der Nutzen und Langzeitefffekt dieser Operation überprüft.

 

Material und Methode

In einer prospektiven Studie wurden 536 Patienten im Alter ab 60 Jahren, die sich ambulant einer Kniegelenksarthroskopie unterzogen präoperativ, 4 Wochen postoperativ und 4 Jahre nach dem Eingriff mit dem Flandry-Score ( = VAS - Score, Max. Punktzahl 100 ) evaluiert.
Der intraoperative Befund wurde mit dem SFA - Kniebogen dokumentiert. Die Diagnosen wurden einer Klassifikation der Knieschädigung zugeordnet, um eine Differenzierung der Behandlungsergebnisse zu ermöglichen.

Ergebnisse

Von den 536 Patienten waren 469 für die Studie auswertbar. Der Score-Wert verbesserte sich von 48 Punkten auf 67 Punkte 4 Wochen post-OP und blieb mit 70 Punkten auch nach 4 Jahren auf diesem Niveau.

Die Patienten (n=149) mit vorrangigen Meniskusschäden und besseren Knorpelverhältnissen ( Grad I und Grad II ) profitierten mit einer Scoreverbesserung von 25 Punkten am deutlichsten von der Arthroskopie.

Die Patienten (n=278) mit Meniskus - und erheblichen Knorpelschäden ( Grad III und Grad IV ) erreichten noch eine Verbesserung der Score-Werte im 4 Jahreszeitraum von 20 Punkten.

Die Ergebnisse der Patienten mit fortgeschrittener Arthrose ( Grad V ) erreichten eine Verbesserung von 23 Punkten, wobei dieses Ergebnis dadurch verfälscht wird, daß die 26 Patienten, die nach der Arthroskopie z.B. eine Knieendoprothese erhielten nicht berücksichtigt werden.

 

Schlussfolgerung

Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse zeigt sich ein relevanter und langfristiger Nutzen der Kniegelenksarthroskopie beim älteren Menschen.

 


 

 

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